Kurz gesagt

Im Winter werden Gehölze geschnitten und Pflanzungen geplant, im März und April beginnt die Saison mit Rückschnitt, Rasenpflege und Pflanzung. Von Mai bis August stehen Gießen, Mähen und der Formschnitt der Hecke an. Im Herbst ist die beste Pflanzzeit für Gehölze und Stauden, bevor der Garten im November winterfest gemacht wird.

Das Gartenjahr auf einen Blick

  • Winter (Dezember bis Februar): Gehölze und Obstbäume schneiden, Hecken bei Bedarf stark zurücknehmen, planen.
  • Frühjahr (März bis Mai): Stauden und Gräser zurückschneiden, Beete vorbereiten, Rasenpflege beginnen, pflanzen.
  • Sommer (Juni bis August): mähen, gießen, Formschnitt der Hecke, Verblühtes entfernen.
  • Herbst (September bis November): Gehölze, Stauden und Zwiebeln pflanzen, Rasen nachsäen, Laub sammeln, den Garten winterfest machen.

Wie Sie diesen Kalender lesen

Gärten richten sich nicht nach dem Kalenderblatt, sondern nach dem Wetter. In einem milden Jahr beginnt der Austrieb im Braunschweiger Land zwei Wochen früher, nach einem langen Winter entsprechend später. Die Monate unten sind deshalb Anhaltspunkte. Schauen Sie mehr auf den Boden und die Pflanzen als auf das Datum: Lässt sich die Erde krümeln, statt zu schmieren? Treiben die Stauden aus? Hat die Forsythie angefangen zu blühen?

Zu einzelnen Themen gibt es eigene Artikel mit mehr Tiefe. Hier geht es um den Überblick, damit Sie wissen, was wann ansteht. Die Angaben gelten für normale Hausgärten mit Rasen, Beeten, Hecken und einigen Gehölzen. Für Gemüsegarten und Obstbau gibt es jeweils eigene, genauere Kalender.

Januar und Februar: schneiden und planen

Im Winter ruht der Garten, aber nicht jede Arbeit. Bei frostfreiem Wetter ist jetzt die Zeit für den Schnitt von Obstbäumen, Ziergehölzen und für das Auslichten alter Sträucher. Wie man Obstbäume schneidet, steht im Artikel Obstbaum schneiden.

Wer Hecken kräftig zurücknehmen oder auf den Stock setzen will, muss das bis Ende Februar erledigt haben. Ab dem 1. März verbietet § 39 BNatSchG starke Rückschnitte bis Ende September. Die Einzelheiten stehen im Artikel Hecke schneiden: wann erlaubt.

Ende Februar schneiden Sie außerdem Stauden und Gräser zurück, sobald kein strenger Frost mehr zu erwarten ist. Und die ruhige Zeit eignet sich zum Planen: neue Beete, Wege, Pflanzlisten und Termine mit Handwerkern, die im Frühjahr schnell ausgebucht sind.

Bei Schnee lohnt ein Blick auf immergrüne Gehölze und Hecken. Nasser Schnee kann Äste brechen, deshalb schütteln Sie ihn vorsichtig ab. Nistkästen reinigen Sie jetzt, bevor die Vögel im März mit dem Nestbau beginnen.

März und April: der Start in die Saison

  • Beete aufräumen, restliche Staudenreste entfernen, Kompost auftragen und Mulch ergänzen.
  • Rosen schneiden, wenn die Forsythie blüht.
  • Sommerblühende Sträucher wie Schmetterlingsflieder oder Rispenhortensie kräftig zurückschneiden, Frühjahrsblüher wie Forsythie erst nach der Blüte.
  • Stauden teilen und neue Stauden pflanzen, sobald der Boden abgetrocknet ist.
  • Den Rasen abrechen, erste Düngung ab etwa April, wenn er wächst.
  • Wurzelnackte Hecken und Gehölze bis etwa Mitte April pflanzen, solange sie noch nicht ausgetrieben haben.
  • Gartenteich und Wasserstellen säubern, Pumpen wieder in Betrieb nehmen.

Ob und wann der Rasen vertikutiert werden sollte, hängt vom Zustand der Fläche ab. Das erklärt der Artikel Rasen vertikutieren. Zur Düngung über das Jahr finden Sie alles im Artikel Rasen düngen.

Mai und Juni: pflanzen, mähen, Formschnitt

Mitte Mai, nach den Eisheiligen, ist in der Regel kein Frost mehr zu erwarten. Jetzt kommen frostempfindliche Pflanzen ins Freie: Dahlien, Kübelpflanzen, Sommerblumen und Gemüse wie Tomaten. Frühblühende Sträucher werden nach der Blüte ausgelichtet.

Der Rasen wächst jetzt am stärksten und will jede Woche gemäht werden. Mähen Sie nicht kürzer als etwa vier Zentimeter, auf Schattenflächen eher höher. Im Juni ist in vielen Gärten die zweite Rasendüngung fällig. Tomaten werden ausgegeizt und angebunden, Kartoffeln angehäufelt.

Der klassische Formschnitt der Hecke fällt in den Frühsommer, wenn der erste Austrieb ausgereift ist. Ein schonender Form- und Pflegeschnitt ist auch in der Schutzzeit erlaubt. Schauen Sie vorher nach, ob Vögel darin brüten. In diesem Fall warten Sie, bis die Jungen ausgeflogen sind.

Juli und August: gießen und durchhalten

Im Hochsommer ist Wasser das wichtigste Thema. Gießen Sie morgens, selten und durchdringend, statt jeden Abend etwas. Frisch gepflanzte Gehölze und Stauden brauchen im ersten Jahr besondere Aufmerksamkeit. Rasen wird seltener und dafür kräftig gewässert, etwa 10 bis 20 Liter je Quadratmeter pro Gang, damit die Wurzeln in die Tiefe gehen.

Verblühtes an Stauden schneiden Sie ab, wenn Sie eine zweite Blüte fördern wollen, etwa bei Rittersporn, Katzenminze oder Storchschnabel. Ende August ist ein guter Zeitpunkt für einen zweiten, leichten Heckenschnitt. Und Sie können jetzt Blumenzwiebeln für das nächste Frühjahr bestellen.

Lavendel wird nach der Blüte um die verblühten Stiele eingekürzt. Bei Urlaub helfen ein Tropfschlauch mit Zeitschaltuhr oder ein Nachbar, der die Kübel gießt. Rasen, der in der Hitze braun wird, ist meist nicht tot, sondern ruht und treibt nach Regen wieder aus.

September und Oktober: die beste Pflanzzeit

Der Frühherbst ist die wichtigste Pflanzzeit des Jahres. Der Boden ist warm, es regnet häufiger, und Pflanzen wurzeln vor dem Winter ein. Das gilt für Stauden, Sträucher, Hecken und Bäume. Ab Oktober gibt es auch wurzelnackte Heckenpflanzen und Obstbäume, die günstiger und oft besser anwachsen als Topfware.

Blumenzwiebeln wie Tulpen, Narzissen und Krokusse kommen jetzt in die Erde. Der Rasen bekommt im Herbst eine letzte Düngung, die ihn für den Winter stärkt. Stauden, die zu groß geworden sind, lassen sich jetzt teilen. Der Spätsommer und Frühherbst ist auch die beste Zeit, um Rasen neu anzusäen oder Lücken nachzusäen, wie im Artikel Rasen anlegen: der richtige Zeitpunkt beschrieben.

Wenn Sie Pflanzungen im Herbst nicht selbst übernehmen wollen, ist jetzt auch ein guter Zeitpunkt für Arbeiten aus dem Bereich Gartengestaltung und Pflege. Für eine Einschätzung schicken Sie uns eine Anfrage mit ein paar Fotos.

November und Dezember: den Garten schließen

Laub nehmen Sie vom Rasen und von Wegen, damit darunter nichts fault und niemand ausrutscht. Auf Beeten und unter Gehölzen darf es liegen bleiben, dort schützt es den Boden und dient Tieren als Winterquartier. Stauden und Gräser bleiben stehen. Rosen häufeln Sie an der Veredelungsstelle mit Erde oder Kompost an, damit sie vor Kahlfrost geschützt sind. Frisch gepflanzte Gehölze bekommen vor dem Winter noch einmal eine kräftige Wassergabe, wenn der Herbst trocken war.

Dahlien holen Sie nach dem ersten leichten Frost aus der Erde. Wasserleitungen, Kübelpflanzen und Geräte behandelt der Artikel Garten winterfest machen ausführlich.

Gehölze lassen sich weiter pflanzen, solange der Boden offen und nicht gefroren ist, in milden Jahren bis in den Dezember. Wurzelnackte Ware sollte dann aber sofort in die Erde oder zumindest mit Erde eingeschlagen werden, damit die Wurzeln nicht austrocknen.

Im Dezember gibt es im Garten kaum noch etwas zu tun. Bei frostfreiem Wetter können Sie immergrüne Pflanzen gießen, wenn der Herbst sehr trocken war.

Häufige Fragen

01Wann sollte man im Garten nicht arbeiten?

Bei gefrorenem oder sehr nassem Boden. Wer dann gräbt oder mit Schubkarre und Maschinen über Beete und Rasen fährt, verdichtet den Boden nachhaltig. Warten Sie, bis sich die Erde krümeln lässt.

02Wann schneidet man Lavendel?

Zweimal im Jahr: im Frühjahr, wenn kein starker Frost mehr kommt, um etwa ein Drittel, und nach der Blüte im Sommer die verblühten Stiele. Schneiden Sie nicht bis ins alte, kahle Holz. Daraus treibt Lavendel kaum wieder aus.

03Lohnt sich eine Pflege im Abo gegenüber einzelnen Einsätzen?

Das hängt davon ab, wie viel Sie selbst machen wollen. Wer nur Hecke und Herbstlaub abgeben möchte, bucht einzelne Termine. Wer die Saison ganz abgeben will, stimmt am besten einen festen Rhythmus mit dem Betrieb ab.

Quellen und Rechtsgrundlagen

Die Hinweise zu Recht und Vorschriften sind allgemeine Informationen und ersetzen keine Rechtsberatung im Einzelfall.

Sie möchten das nicht selbst machen? Schicken Sie uns ein paar Fotos und eine kurze Beschreibung – wir melden uns mit einem Terminvorschlag.

Anfrage stellen