Ablauf vom Termin bis zur fertigen Fläche
Wir sehen uns die Fläche vor Ort an. Dabei geht es um Größe, Höhen am Haus, den vorhandenen Boden, alte Beläge und die Frage, wohin das Regenwasser soll. Auch die Zufahrt für Bagger und Material klären wir gleich mit.
Danach bekommen Sie ein Angebot mit Aufbau, Material und Entsorgung. Auf der Baustelle wird zuerst ausgehoben und der Untergrund vorbereitet. Dann folgen Tragschicht, Randeinfassung, Bettung und Belag. Zum Schluss werden die Fugen verfüllt und die Fläche abgerüttelt.
Eine normale Terrasse oder ein Weg ist je nach Größe, Wetter und Zugang grob in ein bis drei Wochen fertig. Eine große Einfahrt mit viel Aushub dauert länger.
Der Unterbau entscheidet
Schäden an Pflasterflächen kommen fast immer von unten. Spurrinnen, gekippte Platten und Pfützen haben ihre Ursache meist in zu dünnem oder schlecht verdichtetem Unterbau.
Wir bauen nach den anerkannten Regeln, darunter DIN 18318 und die Regelwerke für Wege und Flächen im Garten. Auf das verdichtete Planum kommt eine Frostschutz- und Tragschicht aus Schotter oder Kies-Sand, lagenweise eingebaut und verdichtet. Ihre Stärke richtet sich nach der Belastung. Eine Terrasse braucht weniger als eine Einfahrt, auf der täglich ein Auto steht.
Darauf liegt die Bettung aus Splitt, in die der Belag gesetzt wird. Randsteine in Beton mit Rückenstütze verhindern, dass die Fläche seitlich auswandert.
Gefälle und Entwässerung
Wasser muss von der Fläche weg, und zwar vom Haus fort. Dafür bekommt schon das Planum sein Gefälle, bei Pflaster in der Regel mindestens 2,5 Prozent. Direkt an der Hauswand achten wir auf den Abstand zu Türschwellen und Abdichtung.
Wohin das Wasser dann läuft, hängt vom Grundstück ab: in angrenzende Beete oder Rasen, in eine Rinne oder in eine Versickerungsanlage. Wer eine große Fläche neu versiegelt, sollte außerdem die örtlichen Regeln zum Niederschlagswasser kennen. Wir sprechen das beim Termin an.
Naturstein, Betonstein oder Holz
Betonstein gibt es in vielen Formaten und Farben. Er ist maßhaltig, gut zu verlegen und für Einfahrten die übliche Wahl. Oberflächen können sich mit den Jahren verändern.
Naturstein wie Granit oder Basalt ist sehr haltbar und altert schön. Jeder Stein ist etwas anders, das Verlegen braucht mehr Handarbeit.
Holz und WPC wirken warm und sind angenehm unter den Füßen. Hier kommt es auf die Unterkonstruktion an: Abstand zum Boden, Luft unter den Dielen und Wasser, das ablaufen kann. Harthölzer und gute WPC-Dielen halten deutlich länger als unbehandelte Nadelhölzer.
Pflege und worauf Sie achten sollten
Eine neue Pflasterfläche setzt sich in den ersten Monaten. Fugen, die sich leeren, werden nachgesandet. Unkraut in Fugen entfernen Sie am besten mechanisch. Hochdruckreiniger spülen das Fugenmaterial aus und sollten nur vorsichtig genutzt werden.
Wenn Sie Angebote vergleichen, fragen Sie nach der Stärke der Tragschicht, dem Gefälle und der Art der Randeinfassung. Dort wird am ehesten gespart, und genau das sieht man erst nach ein paar Wintern.

